{"id":49138,"date":"2025-10-03T08:18:37","date_gmt":"2025-10-03T08:18:37","guid":{"rendered":"https:\/\/labs.tinkle.es\/reporting\/repsol\/?p=49138"},"modified":"2025-10-03T08:49:26","modified_gmt":"2025-10-03T08:49:26","slug":"die-entstigmatisierung-von-psychischen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/labs.tinkle.es\/reporting\/repsol\/2025\/10\/03\/die-entstigmatisierung-von-psychischen\/","title":{"rendered":"Die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen"},"content":{"rendered":"<h1>Entstigmatisierung Was hilft gegen die Stigmatisierung?<\/h1>\n<p><img src=\"https:\/\/20betschweiz.ch\/20bet-banner.png\" alt=\"20bet Schweiz\"><\/p>\n<p>Die Ergebnisse und Empfehlungen f\u00fcr die Ebenen der direkten Stigmatisierung und Selbststigmatisierung wurden 2023 ver\u00f6ffentlich. Wegen der Komplexit\u00e4t und Hartn\u00e4ckigkeit des Ph\u00e4nomens Stigma wurde von der Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel 9, das Etablieren einer \u201eKompetenzgruppe Entstigmatisierung\u201c angeregt. Diese soll Expertise aus Wissenschaft, Versorgungspraxis, Verwaltung, Kultur, Medien sowie Erfahrungswissen b\u00fcndeln und ein koordiniertes Vorgehen gegen das Stigma psychischer Erkrankungen entwickeln. Des Weiteren soll die Kompetenzgruppe als Drehscheibe f\u00fcr bestehende und neue Projekte fungieren. Nach und nach wurden jedoch Zusammenh\u00e4nge zwischen psychologischen Aspekten und physischen Probleme entdeckt und die Bedeutung ersterer zunehmend anerkannt.<\/p>\n<h2>Behandlung von Stigmatisierten fr\u00fcher<\/h2>\n<p>Personen mit psychischen Erkrankungen sind oftmals Vorurteilen und negativen Stereotypen ausgesetzt (Stigmatisierung). Die Stigmatisierung findet in fast allen Lebensbereichen statt und wirkt sich in vielf\u00e4ltiger Weise negativ auf die Betroffenen aus. Bei schweren psychischen Erkrankungen wie Schizophrenie ist die Stigmatisierung typischerweise besonders ausgepr\u00e4gt. Auch bei Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen existieren h\u00e4ufig stigmatisierende Einstellungen, was mitunter zu einer schlechteren Gesundheitsversorgung der Betroffenen f\u00fchren kann. Eine Reduktion derartiger Einstellungen bei Gesundheitsfachkr\u00e4ften ist daher von gro\u00dfer <a href=\"https:\/\/20betschweiz.ch\/\">https:\/\/20betschweiz.ch\/<\/a> Bedeutung, um dieser Problematik zu begegnen.<\/p>\n<p>Ottonova legt gro\u00dfen Wert auf die ganzheitliche Gesundheit unserer Kunden und Kundinnen. Ein Angebot, das dir schnelle psychologische Unterst\u00fctzung bietet, wenn du sie brauchst. Durch die Umsetzung dieser Praktiken kann eine nachhaltige Ver\u00e4nderung in der Wahrnehmung und Behandlung psychischer Gesundheitsprobleme erzielt werden. Dies f\u00fchrt zu einer offeneren, inklusiveren Gesellschaft, in der psychische Gesundheit als integraler Bestandteil des allgemeinen Wohlbefindens anerkannt wird.<\/p>\n<h3>Auswirkungen von Stigma auf Betroffene und Gesellschaft<\/h3>\n<p>Das Gef\u00fchl \u201calleine damit zu sein\u201d ist weit verbreitet und verst\u00e4rkt das Leid der Betroffenen zus\u00e4tzlich. Indem wir psychische Erkrankungen entstigmatisieren und offen dar\u00fcber sprechen, k\u00f6nnen wir ein unterst\u00fctzendes Umfeld schaffen und den Weg zu notwendiger Hilfe und Heilung ebnen. Die Lancet Kommission empfiehlt dar\u00fcber hinaus, dass Gesundheits- und Sozialdienstleister ihren Mitarbeitenden obligatorische Schulungen zu den Bed\u00fcrfnissen und Rechten von psychisch Kranken anbieten sollen. Schulen sollten ihre Lehrpl\u00e4ne so gestalten, dass das Verst\u00e4ndnis von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern f\u00fcr psychische Erkrankungen w\u00e4chst. Arbeitgeber sollten die Arbeitsbeteiligung und Programme zur R\u00fcckkehr von psychisch kranken Mitarbeitern an den Arbeitsplatz f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Sollte sich das Perspektivwechsel-basierte Prinzip der entwickelten Ma\u00dfnahme bew\u00e4hren, w\u00e4re zuk\u00fcnftig auch eine Anpassung des Workshops auf weitere Berufsgruppen (z. B. andere Gesundheitsfachkr\u00e4fte oder Medientreibende) m\u00f6glich. Die Bedeutsamkeit der Entstigmatisierung liegt somit nicht nur in der Verbesserung der individuellen Lebensqualit\u00e4t, sondern auch im Aufbau einer ges\u00fcnderen, gerechteren und produktiveren Gesellschaft. Die Kompetenzgruppe Entstigmatisierung ist eine Initiative des BMASGPK, des FG\u00d6 und des DVSV. Mit der fachlichen Begleitung wurde die G\u00d6G (Gesch\u00e4ftsbereich \u00d6BIG) beauftragt. Um wirksam Ver\u00e4nderungen zu erreichen, sollten Anti-Stigma-Ma\u00dfnahmen eine konkrete Zielsetzung haben und sich konkret an bestimmte Zielgruppen richten.<\/p>\n<ul>\n<li>Schulen sollten ihre Lehrpl\u00e4ne so gestalten, dass das Verst\u00e4ndnis von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern f\u00fcr psychische Erkrankungen w\u00e4chst.<\/li>\n<li>Dar\u00fcber hinaus sah man die k\u00f6rperliche Gesundheit stets als bedeutsamer an als die psychische Gesundheit.<\/li>\n<li>Durch die interdisziplin\u00e4re und multiperspektivische Expertise der Kompetenzgruppe soll ein breites, gemeinsames, wirkungsorientiertes und koordiniertes Vorgehen gegen Stigmatisierungen psychischer Erkrankungen geb\u00fcndelt werden.<\/li>\n<li>Suizidpr\u00e4vention f\u00fcr psychisch Kranke m\u00fcsse im Vordergrund stehen, nicht Suizidhilfe f\u00fcr schwer kranke Menschen und die Grenzen der Palliativmedizin (siehe Artikel auf Seite 494).<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00dcberhaupt gef\u00e4llt mir diese Zweiteilung der Menschheit in \u201eWir Betroffene\u201c und \u201eDie da drau\u00dfen\u201c nicht. Denn vor allem der direkte Kontakt zwischen \u201eKranken\u201c und \u201eNicht-Kranken\u201c hilft, Vorurteile &amp; Diskriminierung abzubauen. Das ganze Thema Entstigmatisierung ist also eine komplexe Angelegenheit, die nicht einfach mit meinem Blog \u00fcber Depressionen und privaten Anti-Stigma-Ma\u00dfnahmen zu schaffen ist. Wie viele Initiativen richtig anmerken, muss die Arbeitswelt, Vertreter des Gesundheitssystems, Politik &amp; Kultur miteinbezogen werden. Entstigmatisierung tut Not, weil wir heute gegen stereotype Vorurteile k\u00e4mpfen m\u00fcssen, die sich seit vielen Jahrhunderten in unseren K\u00f6pfen verfestigt haben. Stigmatisierung psychisch Kranker \u2013 Die Entstigmatisierung f\u00f6rdert somit eine neue Perspektive auf das moderne Menschenbild und baut Diskriminierung ab.<\/p>\n<h3>Information und Aufkl\u00e4rung<\/h3>\n<p>Die neu gegr\u00fcndete \u201eLancet Commission on Ending Stigma and Discrimination in Mental Health\u201c (LCS) ist das Ergebnis der Arbeit von rund 50 internationalen Expertinnen und Experten, darunter Psychiatrieerfahrene. Der ausf\u00fchrliche Bericht der LCS befasst sich mit den Folgen von Diskriminierung, mit Interventionen sowie mit wichtigen Teilaspekten wie der Rolle der Medien. Sie fordert im Wesentlichen, evidenzbasierte Strategien zum Abbau von Stigmatisierung zu implementieren, darunter Kontakt zwischen Menschen mit und ohne Erfahrung psychischer Erkrankung zu etablieren.<\/p>\n<p>Kunstprojekte f\u00fcr mehr SichtbarkeitDie DGPPN initiiert und unterst\u00fctzt&nbsp;Projekte, die in besonderer Weise dazu beitragen, psychische Erkrankungen \u00fcber Kunst und Kultur in die \u00d6ffentlichkeit zu tragen und Vorurteile abzubauen. Die Fotoausstellungen &#8220;CRAZY&#8221; und &#8220;Psychische Erkrankungen im Blick&#8221; haben bereits ein gro\u00dfes Publikum erreicht. Auch auf dem DGPPN Kongress ist Kunst im Kontext psychischer Gesundheit ein fester Bestandteil des Programms. Durch die interdisziplin\u00e4re und multiperspektivische Expertise der Kompetenzgruppe soll ein breites, gemeinsames, wirkungsorientiertes und koordiniertes Vorgehen gegen Stigmatisierungen psychischer Erkrankungen geb\u00fcndelt werden. Hierf\u00fcr wird ein akkordiertes Produkt in Form eines Empfehlungskatalogs erarbeitet. Grundlage f\u00fcr dieses koordinierte multistrategische Vorgehen ist die Entwicklung von Empfehlungen f\u00fcr unterschiedliche Ebenen von Stigma in Form von Zwischenberichten.<\/p>\n<p>In einem ersten Schritt hat die Kompetenzgruppe Entstigmatisierung eine Bestandserhebung existierender Anti-Stigma-Aktivit\u00e4ten in \u00d6sterreich mit Stand 2019 durchgef\u00fchrt. Die gr\u00f6\u00dften Herausforderungen bestehen darin, Menschen mit psychischen Erkrankungen als normale Menschen zu sehen, ohne sie per se mit Gefahr in Verbindung zu bringen. Wir m\u00fcssen weiterhin verstehen, dass Gesundheit ein globales Konzept ist, in dem verschiedene Faktoren zusammenwirken, von denen keiner ausgeschlossen werden sollte. Dar\u00fcber hinaus geht es darum, zu vermeiden, uns mit Vorurteilen anstecken zu lassen und dazu beizutragen, diese Mythen aus unser aller Bewusstsein zu vertreiben.<\/p>\n<p>Eine psychische Krankheit sollte nicht komplett negativ gesehen werden, aber auch nicht heroisiert, verherrlicht und verkl\u00e4rt. Psychische Krankheiten sind keine Superkraft, die Dich zu etwas Besonderem machen.<\/p>\n<p>Stigma beeinflusst zudem die beruflichen Aussichten, da Vorurteile am Arbeitsplatz zu Diskriminierung f\u00fchren k\u00f6nnen. Dies resultiert in verlorener Arbeitsproduktivit\u00e4t und erh\u00f6hten medizinischen Ausgaben, was erhebliche sozio\u00f6konomische Kosten verursacht. Kulturell f\u00f6rdert Stigma eine Kultur des Schweigens, die offene Diskussionen \u00fcber psychische Gesundheit behindert und das Bewusstsein in der Gesellschaft einschr\u00e4nkt. W\u00e4hrend sich der gesellschaftliche Umgang mit Depressionserkrankten in den letzten Jahren tendenziell zum Positiven gewandelt hat, ist der Trend f\u00fcr Menschen, die unter einer Schizophrenie leiden, negativ. So lehnen laut einer Studie fast ein Drittel der Befragten Schizophrenie-Erkrankte als Nachbarn ab. Studien belegen, dass allein das Gef\u00fchl, einer Stigmatisierung ausgesetzt zu sein, ausreicht, um die Gefahr eines Suizids bei Betroffenen zu erh\u00f6hen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entstigmatisierung Was hilft gegen die Stigmatisierung? Die Ergebnisse und Empfehlungen f\u00fcr die Ebenen der direkten Stigmatisierung und Selbststigmatisierung wurden 2023 ver\u00f6ffentlich. Wegen der Komplexit\u00e4t und Hartn\u00e4ckigkeit des Ph\u00e4nomens Stigma wurde von der Arbeitsgruppe zum Gesundheitsziel 9, das Etablieren einer \u201eKompetenzgruppe Entstigmatisierung\u201c angeregt. 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